„Ihr wart ein großartiger Abschlussjahrgang“

Entlassfeier für die 10aM und 10bM an der Mittelschule Bad Kötzting



Für 32 Schüler des M-Zuges an der Karl-Peter-Obermaier-Mittelschule ging am Donnerstag eine zehnjährige Schulzeit zu Ende. Sie erhielten in der Dreifachturnhalle ihre Entlassungszeugnisse durch ihre Klassenleiter Markus Fischer und Philipp Lankes überreicht.

Besonders hervorgehoben wurde die Tatsache, dass sie trotz einer schwierigen Zeit infolge der Coronakrise und dem damit verbundenen Distanzunterricht mit Fleiß und Ausdauer die Mittlere Reife erworben und eine wichtige Zwischenetappe erreicht haben. „Nun steht euch vieles offen“, betonte Rektor Mario Kleinert.Die Moderation der Feier übernahmen Luisa Schamberger und Simon Lemberger. Für den Schulverband sprach Rimbachs Bürgermeister Heinz Niedermayer – er meinte, dass ein großer Tag der Freude für die Absolventen und ihre Eltern gekommen sei. Dabei hatte man ein besonders schwieriges Jahr zu meistern, denn Corona habe Schüler und Lehrkräfte vor große Herausforderungen gestellt. Aber die vielen Anstrengungen hätten sich gelohnt: „Sie sind darauf vorbereitet, wie die Gesellschaft funktioniert. Gehen sie ihren Weg und denken sie immer daran, wo sie herkommen.“

Gemeinschaft ist wichtig

„Weiß jemand von euch, was das ist?“, fragte Rektor Mario Kleinert und hielt eine schwarze Tafel hoch. Er gab gleich selbst die Antwort: „Da ist ein Foto von euch drauf, von jedem einzelnen, das hab ich im Distanzunterricht gemacht, quasi als Erinnerung.“ Es war eine verrückte Zeit, bilanzierte der Schulleiter. Wer hätte vor ein paar Monaten gedacht, dass man sich einmal über eine Veranstaltung mit 100 Menschen in der Schule so freuen würde. Nach einem stabilen Start ins Schuljahr hatte man von Dezember bis Mai Distanz- oder Wechselunterricht – ein Lernen daheim. Er habe als Lehrer alles versucht, seine Schüler zu Gesicht zu bekommen: „Ich hätte euch einfach wahnsinnig gern von Zeit zu Zeit gesehen. Doch die äußert schwierige Situation hat es nicht zugelassen“, so der Rektor. Eine zentrale Erkenntnis, die alle in der Zeit des Distanzunterrichts gelernt haben, sei die absolute Notwendigkeit von Nähe und von Gemeinschaft für das seelische Wohlbefinden. „Ihr habt euch gefehlt, habt uns gefehlt, auch wenn es der eine oder andere nicht zugeben wird.“

„Darauf könnt ihr stolz sein“

Nun gehe die Schulzeit zu Ende, sechs Jahre hätten die Schüler täglich voller Freude, Motivation und Tatendrang das Schulhaus betreten. In etwa 10 000 Unterrichtsstunden haben die Schüler eine Menge nützliches Wissen und verschiedenste Kompetenzen in vielen Lernbereichen erworben. Die Abschlussprüfungen seien keine „Corona-Geschenke“ gewesen, trotzdem haben sie alle gemeistert. „Dafür gebührt euch unser aller großer Respekt, darauf könnt ihr für den Rest eures Lebens wahnsinnig stolz sein. Ihr ward ein großartiger Abschlussjahrgang“, lobte Rektor Kleinert.An dieser Stelle ging sein besonderer Dank auch an die Lehrer. „Sie haben es geschafft, euch zu motivieren, zu strapazieren, zu kontrollieren.“ Kein Komfort in der Wachstumszone, kein Wachstum in der Komfortzone – Klassenlehrer Markus Fischer habe es verstanden, diese beiden Bereiche zu verbinden. Den Schülerworten von Alexa Robl, Luisa Schamberger, Florian Brem und Simon Lemberger schlossen sich noch Kurzreferate der beiden Lehrkräfte Fischer und Lankes an. Zum Abschluss erfolgte noch die Segensspende durch Kaplan Matthias Meckel. Er meinte, es sei schön, von Gott getragen und gehalten zu sein.

Jahrgangsbeste Julia Vogl und Jana Hausladen

Danach wurden die beiden Jahrgangsbesten mit dem Mittleren Schulabschluss, Julia Vogl (10aM) und Jana Hausladen (10bM), mit einem Notendurchschnitt von jeweils 1,56 noch geehrt.


Aus der Bad Kötztinger Zeitung vom 31. Juli 2021