Schüler auf den Spuren der NS-Zeit

Besuch der KZ- Gedenkstätte Flossenbürg



Auch wenn es ein ernster Anlass war, freuten sich die Schüler der 8. Klassen der Karl-Peter-Obermaier-Mittelschule darauf, endlich wieder einen Ausflug machen zu können. Das Ziel war die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg.


 Bereits in der „Schule dahoam“ wurde das Thema der Terrorherrschaft im Dritten Reich ausführlich aufgearbeitet. Trotzdem war es etwas ganz anderes, einen solchen Ort des Unrechts zu besuchen. Aufgrund der geltenden Vorschriften zum Infektionsschutz wurden die drei Klassen in sechs Gruppen aufgeteilt. So konnte jeder in der Kleingruppe Fragen stellen und dem Vortrag der Gedenkstättenmitarbeiter gut folgen. Zunächst traf man sich vor der Kommandantur, einem großen Gebäude, das aus Granitblöcken gebaut ist. Diese Steinquader wurden im Steinbruch des KZ Flossenbürg abgebaut. Diese schwere Arbeit bedeutete für viele Gefangene über kurz oder lang den Tod. „Man hat hier als Aufseher nur Schwerverbrecher eingesetzt, die kein Problem damit hatten, die Gefangenen zu quälen oder zu töten“, erzählte Herr Landgraf, der eine Gruppe der 8aM führte. Besonders eindrucksvoll waren auch die Arrestzelle mit der Erschießungsmauer und das Krematorium. „Hier hat man sich nicht einmal die Mühe gemacht, die Asche der Leichen zu bestatten. Hinten im Wald wurde sie verstreut oder auf diese Aschenpyramide geschüttet.“Im Bus auf der Heimfahrt war es dann recht ruhig. Der eine oder andere musste das Erfahrene erst einmal verdauen. Die Museumsmitarbeiter waren voll des Lobes für die aufmerksamen Schüler aus Bad Kötzting.


Aus der Bad Kötztinger Zeitung vom 29.Juni 2021