„Clever ins Netz“

Birgit Zwicknagel informierte an Mittelschule über die Risiken im Internet



„Clever ins Netz“: Unter diesem Motto führte Medienexpertin Birgit Zwicknagel an der Mittelschule für die 5. und 7. Klassen ein Webinar durch: Welche Möglichkeiten, aber auch welche Risiken und Gefahren lauern hinter den digitalen Türen? 


Wesentliche Inhalte waren WhatsApp, Sozialkompetenzen, Suchtgefahr und Möglichkeiten, sich im Internet gut und vor allem sicher zu vernetzen. Für diese Zwecke zeigte sie den Schülern, wie Datendienste verknüpft sind, wohin persönliche Daten wandern können oder wie man Einstellungen an seiner Hard- und Software vornimmt, um Datensicherheit zu gewährleisten.Unter dem Motto „Die Daten sind das Öl des 20. Jahrhunderts“ zeigte Zwicknagel den Schülern auf, was einzelne Datenprofile wert sein können und wie man sich mit zu vielen privaten Veröffentlichungen interessant für Eingriffe von außen macht. Dahinter kann nicht nur ein Datenmissbrauch im Sinne einer Weiterleitung an geschäftstüchtige Onlinefirmen zu Werbezwecken stecken, sondern auch das Schaffen konkreter Gefährdungslagen, wenn Täter ihre Opfer gezielt in Internetforen und -chats aufspüren.

Pädophile Täter geben sich oft als Kind aus

Nach wie vor geben sich pädophile Täter häufig als Kind oder Jugendlicher aus, um ein privates Treffen zu arrangieren oder ihre Opfer mittels peinlicher Bilder zu erpressen. Oft sind unaufgeklärte Kinder zu naiv und geben intime Bilder von sich weiter, in der sicheren Annahme, am anderen Ende der Leitung würde ebenso ein Kind mit den gleichen Problemen und im gleichen Alter sitzen – weit gefehlt!Hier riet Zwicknagel dringend, sich den Eltern und der Polizei anzuvertrauen oder wenn jemand tatsächlich ein Treffen beabsichtigt, dieses vor einer Polizeistation abzuhalten. Wer nun wirklich böse Absichten hat, blockiert spätestens ab diesem Vorschlag jeden weiteren Kontakt. An solchen Beispielen wollte die Referentin zeigen, dass das Internet Vorteile und Chancen bietet, man aber ebenso die Risiken kennen muss.Viele Kinder sind nach wie vor erstaunt oder starr vor Schreck, was auf die Schnelle passieren kann und wer sich selbst in scheinbar harmlosen Spielechats verstecken kann. Die Botschaft von Zwicknagel: Der persönliche Internetzugang wird schnell zu einer offenen Postkarte, für jeden lesbar und noch bevor man sich versieht, kann man Opfer werden. Ebenso einfach ist es aber, mit wenigen Handgriffen und dem notwendigen Basiswissen sich selbst und auch seine Freunde durch einen unerwünschten Zugriff von außen zu schützen.

Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und Kind

Die Medienexpertin plädierte für ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und Kindern, damit die Kinder sich auch bei ihren Eltern melden, sollte ein Fehltritt oder eine peinliche Situation im Internet entstanden sein.Ebenso fordert sie alle auf, für eine entsprechende Daten- und damit Personensicherheit zu sorgen.


Aus der Bad Kötztinger Zeitung vom 27.April 2021