Schnelles Internet für alle

Ab Ostern profitiert unsere Schule von größeren Bandbreiten mit einem Glasfaseranschluss



Mehr Tempo bei der Datenübertragung: Das ist gerade in Zeiten von Homeschooling, Homeoffice und Videokonferenzen wichtiger denn je. Während in Bad Kötzting Gymnasium und Realschule bereits seit Weihnachten von einem schnellen Internet profitieren, müssen sich Förder-, Grund- und Mittelschule noch ein wenig in Geduld üben. Aber: Das Licht am Ende des Tunnels ist deutlich erkennbar. Voraussichtlich ab Ostern haben alle Bildungseinrichtung am Schulberg die Möglichkeit, Bandbreiten von bis zu 2,5 Gbit/s zu buchen.


Schnelles Internet? „Wir sehnen den Tag herbei“

Auf solche Erfolgsmomente muss Mario Kleinert, Leiter der Karl-Peter-Obermaier-Mittelschule, derzeit noch verzichten. In seiner Schule schwächelt das Wlan bereits, wenn lediglich die durchschnittlich zehn Schüler in der Notbetreuung eine Videokonferenz haben und der eine oder andere Lehrer vom Schulgebäude aus Distanzunterricht gibt: „Wir sehnen den Tag herbei, an dem uns ein schnelles Internet zur Verfügung stellt“, betont er.Das Warten dürfte bald ein Ende haben. Wie Bauamtsleiter Christian Kopf informiert, ist ein Subunternehmer der Telekom in dieser Woche damit beschäftigt, zwei Baugruben auszuheben und die am Schulberg bereits vorhandenen Leerrohre mit Glasfaser zu füllen. Diese werden direkt bis in den Technikraum der Mittelschule „geschossen“. Von dort aus erfolgt die Verteilung per Kabel zu den Serverräumen von Grund- und Förderschule.Die Kosten für die Maßnahmen der Telekom belaufen sich auf rund 20 000 Euro pro Schule. In seiner nichtöffentlichen Sitzung am Dienstagabend vergab der Stadtrat die schulinterne Kabelverbindung an die Fa. Elektro Köstler, Cham, für 24 425 Euro. Sowohl die Arbeiten durch den Telekom-Subunternehmer als auch die Kabelverteilung wird zu 90 Prozent gefördert. Kopf schätzt, dass Zweiteres bis nach den Osterferien abgeschlossen ist.Dann kann die gewünschte Bandbreite individuell gebucht werden, maximal sind bis zu 2,5 Gbit/s möglich.

FTTB: „Das ist die Luxusvariante“

Zum Vergleich: Förderfähig ist eine Datenübertragung ab 30 Mbit/s, 2,5 Gbit/s ist ein Vielfaches von diesem Wert. „Die Luxusvariante“, meint Kopf.Ab April profitieren alle Einrichtungen am Schulberg von einem FTTB-Anschluss. FTTB steht für „Fibre to the Building“, das heißt: Die Glasfaserleitung endet nicht am Verteilerkasten, sondern direkt im Gebäude. Was eine uneingeschränkt hohe Datenübertragung garantiert, während es im anderen Fall davon abhängt, wie weit der Kunde vom Verteilerkasten entfernt ist.

Gymnasium und Realschule haben die Nase vorn

Warum aber haben Gymnasium und Realschule die Nase vorn in Sachen schnelles Internet? „Das liegt an den unterschiedlichen Trägern“, antwortet Kopf. Träger von Gymnasium und Realschule ist der Landkreis Cham, für die drei anderen Schularten ist die Stadt Bad Kötzting zuständig. Ursprünglich war geplant, dass der Landkreis mit dem Unternehmen M-net alle Einrichtungen am Schulberg mit flottem Internet versorgt. Das Vorhaben platzte und daraufhin stellten Landkreis und Stadt auf eigene Faust Förderanträge für ihre Schulen.Die Erweiterung der Bandbreiten spielt übrigens auch beim Rathaus bald eine Rolle. Hier läuft gerade die Ausschreibung, berichtet Kopf. Verlegt werden soll ebenfalls ein FTTB-Anschluss – für eine superschnelle Datenübertragung in allen Büros.


Aus der Bad Kötztinger Zeitung vom 05. März 2021