Mittelschüler haben die Qual der Wahl

Berufswahltag: Mehrere Referenten stellten verschiedene Berufsbilder vor


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Was werde ich, welcher Beruf spricht mir persönlich am Besten zu? Diese Fragen bewegen zurzeit die Schüler der 8. Regelklassen und jene Mittelschüler, die den 9. M-Zug mit Ziel Mittlerer Reife besuchen. Zum Berufswahltag hatte die Schulleitung mit Rektor Mario Kleinert 15 Referenten/innen eingeladen, dazu den Berufsberater der Agentur für Arbeit in Cham, Jürgen Ziereis.

15 Berufsfelder

Berufswahltag 2019 2In drei zeitlich versetzten Durchgängen wurden von den Gästen insgesamt 15 Berufsfelder näher vorgestellt. Vertreter der Firmen Dorst, K & B, Zollner Zandt, Frey, Pritzl und Zollner Miltach sowie Zahnarzt Dr. Markus Sixt und Studiendirektor Hans Altmann von der Berufsschule Furth im Wald. Von der Friseurinnung war Obermeisterin Sabine Schneider nach Bad Kötzting gekommen. Sie hatte überwiegend weibliche Zuhörerinnen, denen sie unter anderem mitteilte, dass Auszubildende im Friseurhandwerk jetzt die Berufsschule in Schwandorf besuchen müssten. Ein Auszubildender/eine Auszubildende muss grundsätzlich das Friseurhandwerk für Damen und Herren sowie für Kosmetik durchlaufen.Wie groß das Interesse am Beruf einer Erzieherin bzw. Kinderpflegerin ist, zeigte die Tatsache, dass sich bei der Vorstellung dieses Berufsbildes durch Schulleiterin Dr. Tanja Grotz und deren Stellvertreterin Isabella Hierl nicht weniger als 29 Mädchen und ein Junge zum Vortrag im Klassenzimmer eingefunden hatten. Beide unterrichten mit anderen Lehrkräften an der Fachakademie für Sozialpädagogik und Berufsfachschule für Kinderpflege in Furth im Wald. Eine Kinderpflegerin benötigt eine zweijährige, eine Erzieherin eine fünfjährige Ausbildung, wobei im letzteren Fall ein einjähriges Berufspraktikum mit eingeschlossen ist. Als Abschluss wird Mittlere Reife vorausgesetzt.

Schmutzige Hände

Kfz-Meister Josef Späth vom gleichnamigen Autohaus in Zandt erläuterte sein Berufsbild mittels Power-Point-Präsentation. Sicher sei nach seinen Erfahrungen die Diagnosetechnik ein wichtiges Instrumentarium in der Hand eines Kfz-Mechatronikers, doch die „echte Diagnostik“ und das Vorgehen bei angezeigten Fehlern müssten im Fahrzeug selbst erfolgen, dabei bekomme man halt auch schmutzige Hände. Als äußerst wichtig stellte er die Kommunikation mit dem Kunden heraus, auch der Umgang mit dem Internet gewinne immer mehr an Bedeutung. Voraussetzung für den Mechatronikerberuf sei Mittlere Reife bzw. der „Quali“. Die Ausbildung betrage dreieinhalb Jahre. Die finanzielle Seite: Im ersten Jahr gibt es 737, im zweiten 764, im dritten 820 und im vierten Azubi-Jahr (ein halbes Jahr) 882 Euro.Über die Ausbildung zur Hotelfachfrau bzw. zum Hotelfachmann, Köchin und Koch usw. oder auch zur Kosmetikerin oder Kosmetiker informierten Personalleiterin Sonja Schmelmer und Auszubildende Sophia Plötz (2. Lehrjahr) vom Wellnesshotel Bayerwaldhof in Liebenstein. Die Arbeitszeiten seien für manche zu wenig lukrativ, doch es würden Fachkräfte gesucht.

Generalistik in der Pflege

Über die neue Pflegeausbildung „Generalistik“ informierte Schulleiterin Anneliese Schmuderer von der Berufsfachschule für Altenpflege in Bad Kötzting. Ab dem Schuljahr 2020/21 würden die neuen Ausbildungsrichtlinien in Kraft treten und die Schule werde in „Berufsfachschule für Pflege“ umbenannt. Es würden dann Pflegefachfrauen bzw. Pflegefachmänner mit Vertiefung oder Spezialisierung an der Berufsfachschule für Pflege ausgebildet. Einstiegsvoraussetzung sei dann die Mittlere Reife. Die Ausbildungsdauer betrage drei Jahre, wobei im dritten Jahr die Trennung nach Fachrichtungen erfolge.


 Aus der Bad Kötztinger Zeitung vom 14. Februar 2019 

 

 

 

 

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